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Lympha technologies

Leistungen

Data Protection

Einfach nur Backups zu machen bedeutet nicht, geschützt zu sein.

Sehr oft werden mehrere Kopien derselben Dateien auf unzuverlässigen Medien angelegt — ohne Kriterien und ohne Kontrolle: So schützt man sich nicht vor Störfällen, Viren, Verlust oder Beschädigung der Daten. Daten müssen methodisch gesichert werden, gewiss — doch zuvor gilt es zu verstehen, was und wie zu schützen ist. Wir beginnen beim Wert Ihrer Prozesse.

So funktioniert es

  • Analyse und Richtlinien: Datenklassifizierung, Sicherungskriterien, Aufbewahrungsfristen und Verschlüsselung
  • DPaaS (Data Protection as a Service): Kopie von Daten, Servern oder der gesamten Infrastruktur in unserem grünen Rechenzentrum oder in anderen Rechenzentren Ihres Vertrauens
  • Regelmäßige Restore-Tests: Ein Backup zählt nur, wenn es sich wiederherstellen lässt
  • Punktgenaue Verwaltung von Storage-Kapazität und genutzten Ressourcen

Vorteile

  • Abrechnung pay-per-use: Kosten stets unter Kontrolle, keine Anfangsinvestitionen
  • Öffnet den Weg zum Disaster Recovery auch für Organisationen ohne Budget für große Projekte
  • Schutz im Einklang mit der GDPR und den Unternehmensrichtlinien
  • Ihre Daten lagern in einem Rechenzentrum mit null Emissionen

Für wen: jede Organisation, die ihre Daten als Asset begreift — vom KMU, das mit dem verwalteten Backup beginnt, bis zum Großunternehmen, das die gesamte Infrastruktur repliziert.

Vom Backup zur Betriebskontinuität: das RPO–RTO-Kontinuum

Der Schutz der Daten ist kein Produkt: Er ist eine Position auf einem Kontinuum. Links die Frage „Wie viel Datenverlust kann ich mir leisten?“ — das ist der RPO (Recovery Point Objective), der vom Moment des Ausfalls aus zurückblickt. Rechts „Wie schnell muss ich wieder anlaufen?“ — das ist der RTO (Recovery Time Objective), der nach vorn blickt. Die Definitionen stammen aus der Norm ISO 22301, und der Zielkonflikt ist strukturell: Je näher beide Ziele an die Null rücken, desto stärker wachsen Kosten und Komplexität. Die Kunst besteht darin, jeden Dienst an der richtigen Stelle der Kurve zu platzieren — nicht das gesamte Unternehmen an einem einzigen Punkt.

Das RPO–RTO-Kontinuum mit den Recovery-Tiers und den Verfügbarkeitsklassen Diagramm mit der Zeit auf der horizontalen Achse: in der Mitte der Moment des Ausfalls (T Null); nach links der RPO (von Echtzeit bis Wochen), nach rechts der RTO (von Sekunden bis Wochen). Drei horizontale Bänder zeigen die Verfügbarkeitsklassen und die Standorte: Backup/Restore am Core Site, Rapid Data Recovery am Disaster-Recovery-Standort, Continuous Availability am Business-Continuity-Standort. Die Recovery-Tiers steigen von den Rändern zur Mitte: Tier 1 und 2 mit Backup und Restore von Bändern (Tage oder Wochen, Bereich Disaster Recovery); Tier 3 und 4 mit kontinuierlichem Backup, Software-Replikation und asynchroner Replikation (Stunden oder Minuten); Tier 5 mit synchroner Replikation und Standby-Servern (Sekunden); Tier 6/7 in der Mitte mit Zero-Data-Loss-Systemen, standortübergreifender Hochverfügbarkeit und Tri-Data-Center-Architektur (Echtzeit, Bereich Business Continuity). Kosten und Resilienz wachsen mit dem Tier. Continuous Availability Rapid Data Recovery Backup / Restore BC Site DR Site Data Center Core Site T0 Zero data loss systems Tri-Data Center Architecture Ethernetreplication SynchroneReplikation High Availabilityinfrasite SynchroneReplikation Ethernetreplication Low speed softwarereplication Standby server DRS/H Standby server Low speed softwarereplication Server rebuild Backup Backuplaufend AsynchroneReplikation SynchroneReplikation SynchroneReplikation SynchroneReplikation Rapidrestore Restorevon Bändern TIER 1 TIER 2 TIER 3 TIER 4 TIER 5 TIER 6/7 TIER 5 TIER 4 TIER 3 TIER 2 TIER 1 Kosten Resilienz / Redundanz Zeit Wochen Tage Stunden Minuten Sekunden Echtzeit Sekunden Minuten Stunden Tage Wochen Disaster Recovery Business Continuity Disaster Recovery RPO RTO / NRO T0
Das RPO–RTO-Kontinuum: Die Recovery-Tiers (SHARE/IBM-Modell) steigen von den Rändern zum Moment des Ausfalls (T₀) und durchlaufen die drei Verfügbarkeitsklassen auf den drei Standorten — Core, Disaster Recovery, Business Continuity. Vereinfachtes Schema: Die genannten Technologien stehen beispielhaft für die jeweiligen Tiers.

Backup / Restore

Tier 1–4, am Core Site: Backup, kontinuierliches Backup, asynchrone Replikation. Überschaubare Kosten, Wiederanlauf in Tagen oder Stunden. Das ist das Terrain des DPaaS: der erste Schritt auf dem Kontinuum.

Rapid Data Recovery

Tier 4–6, in Richtung DR-Standort: Software- und synchrone Replikation, Standby-Server. Wiederanlauf in Minuten oder Sekunden — für Dienste, die nicht warten können.

Continuous Availability

Tier 6/7, mit einem BC-Standort: standortübergreifende Hochverfügbarkeit und Systeme mit zero data loss in Tri-Data-Center-Architektur. Kein Datenverlust — zum höchsten Preis.

Sieben Tiers, eine gemeinsame Sprache

Der Aufbau des Schemas geht auf die sieben Disaster-Recovery-Tiers zurück, die 1992 von der SHARE — der traditionsreichen Nutzervereinigung der IBM-Mainframes — definiert und später mit Beteiligung von IBM weiterentwickelt wurden: vom Tier 1 (Off-site-Kopien, Wiederanlauf in Wochen) bis zu den Tiers 6/7 (synchrone Replikation und Systeme mit zero data loss). Das Modell ist über dreißig Jahre alt, bleibt aber die gemeinsame Sprache, in der sich Business und Technik über Fähigkeiten und Kosten verständigen.

Der begleitete Weg

Sich auf dem Kontinuum zu bewegen ist kein einmaliger Technologiesprung: Es ist eine Progression, die gesteuert werden will. Unsere Beratung begleitet diese Progression in fünf Phasen:

  1. Assessment und Business Impact Analysis — Inventar der Systeme, Klassifizierung nach Geschäftswert, RTO und RPO definiert je Kritikalitätsstufe: Die Ziele setzt die BIA, nicht der Technologiekatalog
  2. Entwurf der Zielarchitektur — Positionierung auf den Tiers und Topologie der Standorte (Core / DR / BC): robuster Schutz für kritische Systeme, schlanke Lösungen für Workloads, die warten können
  3. Integration der Sicherheit — Resilienz ist nicht dasselbe wie Sicherheit: Die ISO/IEC 27031 schlägt die Brücke zwischen Kontinuität (ISO 22301) und Informationsschutz (ISO/IEC 27001, die in Control 5.30 der Fassung 2022 genau eine geplante und getestete ICT-Readiness verlangt)
  4. Implementierung und Tests — Simulationen und Übungen mit gestoppten Zeiten: Ein nicht getesteter Plan ist kein Plan
  5. Kontinuierliche Verbesserung — das gesamte Programm folgt dem Plan-Do-Check-Act-Zyklus, demselben wie unsere Methode: Ziele und Architektur werden überprüft, sobald sich Bedrohungen und Anforderungen ändern

Das Ergebnis: „Wir wollen resilienter werden“ wird in messbare und tragfähige Ziele übersetzt — jedes System auf dem passenden Tier.